Organisationsaufstellung

In jeder Organisation wirken unsichtbare Kräfte – unausgesprochene Erwartungen, alte Muster, verdeckte Spannungen. In der Organisationsaufstellung werden diese Bewegungen sichtbar, sodass Klarheit, Ordnung und neue Möglichkeiten entstehen können.

wenn das Unsichtbare ins Feld kommt

Organisationsaufstellungen sind etwas ganz Besonderes.
Sie sind für mich eine Erweiterung der Systemischen Aufstellungsarbeit –
hinein in die Welt von Unternehmen, Teams, Strukturen, Zukunftsentwicklung.
Wunderbarerweise können ganze Organisationen, Regierungssysteme, Soziale Institutionen usw. aufgestellt und ihre Themen sichtbar gemacht werden.

Was früher nur dem Familiensystem galt, wird hier auch im Unternehmensfeld möglich –
und das mit zunehmender Sinnhaftigkeit und Tiefe.

„Was durch einen Manager, durch ein Team, durch ein gesamtes System nicht ausgesprochen wird, wirkt trotzdem.
Eine Aufstellung bringt alle Tabus ans Licht und öffnet den Weg zu neuen Lösungen.“

Wie kann eine Organisationsaufstellung aussehen?

Ein Beispiel für eine Organisationsaufstellung:

Manchmal kommt ein Manager, ein Geschäftsführer, eine Führungskraft zu mir mit folgendem Anliegen:

„Ich will verstehen, was das Problem zwischen mir und meinem Team ist. Ich will erkennen, was ICH dazu beitrage, dass immer wieder Hindernisse auftauchen. Und ich will MICH wandeln, sodass neue Wege in unserer gemeinsamen Arbeit beschritten werden können. Dass wieder Erneuerung und sinnvolle Kommunikation möglich werden.“

Dann arbeiten wir im Einzelsetting,
und stellen mit Bodenankern oder Symbolen das auf, was gerade wirkt –
zwischen ihm, dem Unternehmen, den Kolleg:innen, den Werten, dem Auftrag usw.
Und vor Allem, was löst!

die vielfalt möglicher organisationsaufstellungen

Alle Organisationsaufstellungen müssen mit höchstem Respekt für das gesamte Team, die Projekte, die Produkte, die Natur… d, die Gesamtheit aller beteiligten Personen (das Integral) integer aufgestellt werden.

Es darf nicht nur von Außen geschaut werden, es muss von Innen mit der Weisheit des Herzens verstanden werden, selbst oder gerade dann, wenn das Team nicht anwesend ist.

So können sich Inhalte, Kommunikationsformen, Hindernisse, Möglichkeiten zeigen, die im Alltag oft verborgen bleiben, übersehen werden, untergehen.

Die Themen werden mit großer Nachhalltigkeit (so dass etwas in uns lebendig nachhallt!) erfahren, gespürt und verstanden und können so Sichtbarwerdung möglich machen:

Zum Beispiel:

  • unklare Verantwortlichkeiten
  • verdeckte Loyalitäten
  • unsichtbare Spannungen
  • aber auch: neue Potenziale
  • neue Rollen
  • neue Felder, die noch keiner eingenommen hat

„In der Aufstellung kann sich zeigen, was noch nicht erkannt wurde, aber bei genauem Hinsehen und Hinlauschen spürbar wird.“

Wozu kann also Organisationsaufstellung dienen?

Zum Beispiel:
  • zur Klärung von Teamkonflikten
  • bei Fusionen und Firmenübernahmen
  • für die Integration neuer Führungsebenen
  • zur Neustrukturierung von Arbeitsbereichen
  • für die Entwicklung eines neuen Produkts
  • für Zukunftsszenarien, die noch gar nicht bewusst sind
  • um „blinde Flecken“ in der Organisation sichtbar zu machen

Ein Beispiel:
Wenn neue, junge Mitarbeitende in ein alt eingesessenes Team kommen, gibt es oft verdeckte Spannungen. Mit einer Aufstellung kann geschaut werden:
Wer hat welchen Platz? Wo fehlt ein Platz? Was will neu entstehen? Wie kann das Alte – Vertraute zutiefst geachtet werden, wie das Neue als Ergänzung, Erweiterung, lebendiger Raum empfunden werden?

Einzel oder Gruppe?

Ich arbeite mit Organisationsaufstellungen im Einzelsetting, aber auch in Gruppen.
Mit echten Teams – oder mit Menschen, die das Feld für ein Unternehmen halten.

Und immer zeigt sich:
Das System weiß mehr, als die Beteiligten aussprechen können.

„In einer Organisationsaufstellung ordnet sich, was geordnet werden will. Liebe, Erkenntnis und Ordnung – die Pole des Mahayana-Buddhismus – werden in Harmonie gebracht. Möglichkeiten die schon längst da waren, werden Wirklichkeit.“