Kinder- und Jugendtherapie
Kinder- und Jugendtherapie schafft einen sicheren Raum, in dem das, was sich im Verhalten zeigt, verstanden wird – damit junge Menschen Halt finden, sich ausdrücken können und neue Wege entstehen.
Hinschauen, verstehen, gemeinsam lösen
Wenn Eltern zu mir kommen, geht es oft so los:
„Unser Kind hat ein Problem.“
Oder: „Unser Jugendlicher, unsere Tochter, unser Sohn, verhält sich so auffällig – was können wir tun?“
Und dann sage ich:
Jetzt beginnt ein Forschungsprojekt.
Denn bevor wir „etwas tun“, schauen wir:
Was ist da eigentlich los?
Warum leidet dieser junge Mensch so?
Warum entsteht Sucht, Schulverweigerung, Unruhe, Aggression?
Manche Symptome sind kein Problem – sondern ein Ausdruck. Ein Hilferuf. Ein Versuch, gesehen zu werden.
Wie arbeite ich?
Zuerst: Ich arbeite systemisch.
Das heißt, das Kind oder der Jugendliche steht nie „allein“ im Raum.
Sondern ich beziehe die Familie ein. Die Schule. Das Umfeld. Alles, was wirkt.
Natürlich arbeite ich auch im Einzelsetting – mit Kindern ab etwa 8 oder 10 Jahren.
Dann dürfen sie zeichnen, erzählen, spielen, erklären.
Jugendliche kommen manchmal allein. Das ist gut so.
Aber ich bin ganz ehrlich:
Ich kann keine Dinge verschweigen, wenn sie gefährlich sind.
Wenn ein junger Mensch mir sagt, dass er sich töten will,
wenn er heimlich regelmäßig Drogen nimmt,
wenn er zutiefst traurig ist oder sich schneidet –
dann wird das nicht einfach still in meinem Raum bleiben.
Ich arbeite nicht mit Schweigen – sondern mit Offenheit.
Offene Kommunikation ist für mich die Grundlage für jede Form von Heilung.
Worum geht es?
- Schulverweigerung, Leistungsdruck, Mobbing
- Angst, innere Unruhe, Schlafstörungen
- Identitätsfragen: Bin ich Mädchen, bin ich Junge? Bin ich weder noch?
- Rückzug, Schweigen, depressive Verstimmungen
- Drogen, Selbstverletzung, auffälliges Verhalten
- Überforderung in der Familie, nach Trennung, mit neuen Konstellationen
Und dann:
Sprechen.
Sprechen in der Familie.
Sprechen mit dem Kind.
Sprechen mit den Eltern.
Und durch dieses Sprechen – entsteht etwas Neues.
Ich helfe dem jungen Menschen, wieder durch sich sprechen zu können. Und ich helfe dem System, das aufzufangen.
Wenn Tabus im Raum stehen
Tabus sind wie ein Energiestrudel.
Sie ziehen alles nach unten – und lassen nichts lebendig werden.
Sie verhindern echte Lösungen.
Wenn wir aber anfangen, über das zu sprechen,
was vorher niemand sagen durfte –
wenn ein Junge sagen darf, dass er sich als Frau fühlt,
wenn ein Mädchen sagen darf, dass sie nicht mehr schlafen kann,
wenn Eltern ehrlich sein dürfen über ihre eigene Überforderung
– dann entsteht etwas.
Dann kann etwas aufhören. Und etwas Neues anfangen.
Dazu braucht es Vorbereitung.
Dazu braucht es einen Raum ohne Moral, ohne Bewertung.
Einen Raum, in dem ein junger Mensch nicht noch mehr beschämt wird
– sondern verstanden.
Und dahin begleite ich.
Kinder und Jugendliche wollen gehört werden – ohne Angst. Wenn das möglich ist, entsteht echte Veränderung.
Wenn ich euch bei dieser Veränderung begleiten darf, freue ich mich auf eure Kontaktaufnahme.